Koalition — das klingt kompliziert, ist aber einfach Teamarbeit im Parlament. Meistens gewinnt eine Partei nicht allein die Mehrheit der Sitze. Deshalb tun sich mehrere Parteien zusammen und regieren gemeinsam.
Teambildung im Parlament
Meistens gewinnt eine Partei nicht allein die Mehrheit der Sitze. Deshalb tun sich zwei oder drei Parteien zusammen und regieren gemeinsam — das ist eine Koalition. Vorher einigen sie sich auf gemeinsame Ziele: Der Koalitionsvertrag ist der Team-Plan für die Legislaturperiode.
Warum die Mehrheit entscheidet
Im Bundestag wird mit Mehrheit abgestimmt. 300 von 736 Sitzen verlieren fast jede Abstimmung — 400 Sitze gewinnen sie. Die Mehrheit ist die Eintrittskarte zum Regieren. Deshalb wird vor der Koalition verhandelt: Wochenlang, mit Kompromissen auf beiden Seiten.
Wie so eine Koalition aussieht, kannst du selbst ausprobieren: Im Koalitionsrechner auf check-die-wahl.de stellst du Mehrheiten zusammen.
Das Wichtigste in Kürze
- Mehrheit = mehr als die Hälfte der Sitze
- Koalitionsvertrag = gemeinsamer Regierungsplan
- Verhandlungen dauern oft Wochen bis Monate
Stärke
Koalitionen erzwingen Kompromisse — Regierungen müssen auf mehrere Wählergruppen Rücksicht nehmen.
Kritik
Kompromisse verwässern Wahlversprechen — und kleine Koalitionspartner haben oft mehr Macht, als ihrem Wahlergebnis entspricht.
Infografik in Arbeit: Für diesen Begriff entsteht eine Grafik, die die Kernzusammenhänge auf einen Blick zeigt. (Platzhalter)
Verwandte Begriffe
Quellen & Fundstellen
- bpb.de — Koalitionen
- bundestag.de

